Der Eppaner Gemeinderat stellt sich mit großer Mehrheit gegen die geplante Neuziehung des Senatswahlkreises Bozen-Unterland. Mit 21 Ja- und drei Nein-Stimmen nahm er einen Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit an. Die klare Botschaft: Das Überetsch und das Unterland sind unteilbar.
Der Beschlussantrag warnt vor einer Zerschneidung eines Raumes, der historisch, kulturell und wirtschaftlich eng zusammengehört. Walter Oberhauser, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit, betonte, dass die geplanten neuen Wahlkreisgrenzen diese gewachsenen Verbindungen missachten.
Eine Zerstückelung hätte auch politische Folgen. „Gemeinsame Anliegen des Überetschs und des Unterlandes könnten im Parlament in Rom nicht mehr mit einer geschlossenen Stimme vertreten werden“, zeigt Oberhauser auf. Er sieht in der Neuaufteilung zudem einen Eingriff in die Autonomie und in die Paketbestimmungen: „Italien darf die völkerrechtlich verankerten Vereinbarungen nicht einseitig verändern. Mit dem Vorstoß des Abgeordneten Alessandro Urzì würden zentrale Paketvereinbarungen über Bord geworfen.“
Das Überetsch und das Unterland dürften nicht der politischen Willkür zum Opfer fallen: „Das deutliche Abstimmungsergebnis im Eppaner Gemeinderat ist deshalb ein starkes Signal nach Bozen und Rom“, unterstreicht Gemeinderat Walter Oberhauser abschließend.
Walter Oberhauser, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Eppan


