Nach neun Jahren im Exil darf der ehemalige katalanische Präsident Carles Puigdemont endlich in seine Heimat zurückkehren. Der widersinnige und demokratiefeindliche Haftbefehl gegen ihn muss aufgehoben werden. Die Süd-Tiroler Freiheit freut sich mit Puigdemont und wünscht ihm alles Gute für seinen weiteren Einsatz für die Unabhängigkeit Kataloniens.
„Gerade wir Süd-Tiroler wissen, was politisches Exil bedeutet. Viele unserer Freiheitskämpfer mussten jahrelang fern ihrer Heimat leben. Jörg Klotz und die ‚Pusterer Buibm‘ Sepp Forer, Siegfried Steger und Heinrich Oberlechner durften erst als Tote nach Süd-Tirol zurückkehren“, erinnert Stefan Zelger, Mitglied der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit.
Zelger war ebenso wie sein Kollege Cristian Kollmann als Wahlbeobachter in Katalonien. Zelger verfolgte das Unabhängigkeitsreferendum 2017 in Barcelona vor Ort. Die Süd-Tiroler Freiheit pflegt bis heute Kontakte in Katalonien, unter anderem zu Carles Puigdemont.
Dass Menschen mitten in Europa wegen einer demokratischen Abstimmung verfolgt und eingesperrt werden, ist für die Süd-Tiroler Freiheit eine Schande. „Wer friedlich für das Recht auf Selbstbestimmung kämpft, darf nicht kriminalisiert werden. Das gilt für Süd-Tirol genauso wie für Katalonien. Denn eines ist klar: Man kann den Sänger einsperren, aber nicht sein Lied“, betont Zelger abschließend.
Stefan Zelger, Büroleiter und Mitglied der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit



