Mittlerweile leben 60.411 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft in Süd-Tirol. Das entspricht 11,1 Prozent der Bevölkerung und liegt deutlich über dem italienischen Durchschnitt von 9,4 Prozent. Für den Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Hannes Rabensteiner, ist diese Entwicklung Anlass zur Sorge. Er warnt vor dem zunehmenden Mangel an Wohnraum, der steigenden Ausländerkriminalität und den schwerwiegenden Folgen für die Zukunft der deutschen und ladinischen Minderheit im italienischen Staat. Seine Meinung ist klar: „Genug ist genug!“
Die am 27. Oktober in Bozen vorgestellten Zahlen des Statistischen Jahrbuchs zur Einwanderung 2026 zeigen, dass die Zahl der Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent gestiegen ist. „Die Statistik zeigt nur einen Teil der tatsächlichen Entwicklung. Wer die italienische Staatsbürgerschaft erhält, scheint in dieser Statistik nicht mehr als Ausländer auf. Doch Einbürgerung bedeutet nicht, dass jemand auch sprachlich, kulturell und gesellschaftlich integriert ist“, warnt Rabensteiner.
„Gerade für Süd-Tirol ist diese Entwicklung besonders kritisch zu betrachten. Als deutsche Minderheit im italienischen Staat steht Süd-Tirol ohnehin vor besonderen Herausforderungen. Sprache, Kultur, Traditionen und die angestammte Tiroler Identität bilden das Fundament unseres Landes. Dieser ungebremste Zustrom von Ausländern und Kulturfremden kann daher prekäre Folgen für den Erhalt der sprachlichen und kulturellen Eigenständigkeit mit sich bringen“, erklärt Rabensteiner.
Besonders kritisch sieht die Süd-Tiroler Freiheit die Zuwanderung aus Kulturkreisen, deren Werte im Widerspruch zu unseren gesellschaftlichen Grundsätzen stehen, insbesondere in Bezug auf Gleichberechtigung, Rechtsstaatlichkeit und die Stellung der Frau. „Wo Integration scheitert und die Bereitschaft fehlt, die geltenden Gesetze sowie die sprachlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten Süd-Tirols zu respektieren, muss gehandelt werden und müssen endlich spürbare Konsequenzen folgen!“, fordert Rabensteiner.
Zudem sollen jene, die ausländische Arbeitskräfte fordern und benötigen, auch die Verantwortung für diese übernehmen. Es kann nicht sein, dass Wirtschaftstreibende und andere Arbeitgeber billige Arbeitskräfte aus dem Ausland beschäftigen und die Allgemeinheit am Ende für deren Mietkosten aufkommen muss, weil ihr Lohn nicht ausreicht. „Zu oft gilt offenbar das Prinzip: Hauptsache, jemand kann arbeiten und kostet möglichst wenig. Ob er Deutsch lernt, sich in unsere Gesellschaft integriert und sich an unsere Regeln hält, scheint zweitrangig zu sein. Damit muss Schluss sein! Wer von Zuwanderung profitiert, muss auch dafür sorgen, dass die Arbeitskräfte angemessen untergebracht werden und Deutsch lernen. Es darf nicht sein, dass die Steuerzahler für die Wohnkosten jener aufkommen müssen, die Unternehmen als billige Arbeitskräfte beschäftigen!“, betont Rabensteiner.
Personalmangel darf nicht zum Vorwand werden, immer mehr Arbeitskräfte aus kulturfremden Ländern ins Land zu holen. Stattdessen müssen wir uns endlich dafür einsetzen, abgewanderte Süd-Tiroler wieder in ihre Heimat zurückzuholen. Dafür braucht es attraktive Arbeitsplätze, bessere Löhne und eine gezielte Förderung jener Berufsbilder, die für die Zukunft unseres Landes unverzichtbar sind. Gleichzeitig müssen wir dem Geburtenrückgang mit einer wirksamen Familienpolitik begegnen. Dazu gehören leistbares Wohnen, echte Unterstützung für Familien und Rahmenbedingungen, die es jungen Menschen erleichtern, sich für Kinder zu entscheiden.
Für die Süd-Tiroler Freiheit gilt der klare Grundsatz: Einheimische müssen immer zuerst kommen!
Rabensteiner fordert daher einen konsequenten Zuwanderungsstopp, besonders aus kulturfremden Ländern, und betont: „Süd-Tirol ist kein Selbstbedienungsladen, und unsere Heimat darf nicht zum Spielball einer verfehlten Zuwanderungspolitik werden!“
Hannes Rabensteiner, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit


